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Alles rund um Ihre AHV-Altersrente

Bereiten Sie sich frühzeitig auf Ihren neuen Lebensabschnitt vor, sodass Sie dann im Rentenalter entspannt Ihren Ruhestand geniessen können. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen im Bereich der AHV-Rente zusammengestellt, um Ihnen einen bestmöglichen Überblick zu verschaffen:

Auf einen Blick

Auf eine Altersrente der AHV/IV haben Sie Anspruch, wenn Sie das ordentliche Rentenalter erreicht haben. Die erste Zahlung erhalten Sie ab Folgemonat der Erreichung des Rentenalters. Das ordentliche Rentenalter beträgt für Frauen 64 Jahre und für Männer 65 Jahre.

Auf Wunsch kann die Altersrente im Rahmen des flexiblen Rentenalters bereits ein oder zwei Jahre vorher bezogen oder um maximal fünf Jahre aufgeschoben werden.

Damit Sie Anspruch auf eine Altersrente haben, müssen Ihnen mindestens während eines vollen Beitragsjahres Beiträge angerechnet werden können.

Anmeldung

Damit Ihre Rente rechtzeitig berechnet und ausgerichtet werden kann, sollten Sie die Anmeldung der Altersrente drei bis vier Monate vor Erreichen des Rentenalters bei der zuständigen Ausgleichskasse einreichen. Bitte reichen Sie die Anmeldung nicht früher als ein Jahr vor Anspruchsbeginn ein.

Die gleiche Frist empfiehlt sich auch bei einem Vorbezug. In diesem Fall wären es drei bis vier Monate vor Erreichen des Altersjahrs, ab welchem Sie den Vorbezug wünschen.

Die Anmeldung der Altersrente reichen Sie als Arbeitnehmerin, Arbeitnehmer, Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige bei der Ausgleichskasse ein, die vor dem Eintritt des Rentenfalles die Beiträge entgegengenommen hat.

Sind Sie verheiratet und Ihr Ehegatte oder Ihre Ehegattin ist bereits rentenberechtigt, müssen Sie sich bei derjenigen Ausgleichskasse anmelden, welche die Rente des Ehegatten oder der Ehegattin auszahlt.

Falls Sie Fragen zur Anmeldung und Ausrichtung von Ergänzungsleistungen haben, stehen Ihnen die kantonalen Ergänzungsleistungsstellen zur Verfügung.

Die Anmeldung für Hilfsmittel der AHV/IV ist der IV-Stelle des Wohnkantons zuzustellen.

Im untenstehenden Video sind die wichtigsten Informationen zur Anmeldung für eine Altersrente zusammengefasst:

Berechnung

Die Höhe der Rente richtet sich nach folgenden Berechnungselementen:

  • Beitragsjahre
  • Erwerbseinkommen
  • Betreuungs- und Erziehungsgutschriften

Sie erhalten eine Vollrente (Skala 44), wenn eine lückenlose Beitragsdauer vorliegt. Wenn Sie ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres bis zum Ende des Kalenderjahres vor dem ordentlichen Rentenalter die Beitragspflicht erfüllt haben liegt eine lückenlose Beitragsdauer vor. Das Minimum der Vollrente (Skala 44) beläuft sich auf CHF 1‘195.00 und das Maximum auf CHF 2‘390.00 pro Monat.

Die Höhe des Rentenbetrags innerhalb einer Skala hängt vom durchschnittlichen Jahreseinkommen ab.

Bezieht Ihre Ehefrau oder Ihr Ehemann bereits eine Rente der AHV/IV, werden beide Einzelrenten entsprechend gekürzt (Plafonierung). Die Summe der beiden Einzelrenten eines Ehepaars darf nicht grösser sein als 150% der Maximalrente (bei Skala 44 = CHF 3‘585.00).

Berechnungsbeispiele und die Rentenbeträge der Skala 44 finden Sie im Merkblatt Leistungen der AHV.

Informationen zu den Erziehungs- und Betreuungsgutschriften finden Sie in den Merkblättern Erziehungsgutschriften und Betreuungsgutschriften.

Im Erklärvideo erfahren Sie in wenigen Minuten das Wichtigste zur Berechnung der Altersrente.

Rentenschätzung und Vorausberechnung

Eine Rentenschätzung wird mittels eines vereinfachten Berechnungsverfahrens erstellt und basiert auf den vom Versicherten erfassten Angaben. Die Rentenschätzung ist nicht verbindlich.

Eine Rentenvorausberechnung der Ausgleichskasse ist in bestimmten Lebenssituationen ab einem Alter von 50 Jahren sinnvoll wie beispielsweise bei familiären oder beruflichen Veränderungen, einer geplanten Auswanderung oder bei der Planung eines Rentenvorbezugs.

Sie können bei der Ausgleichskasse schriftlich eine unverbindliche Rentenvorausberechnung beantragen.

Verheiratete Personen müssen je einen Antrag pro Person bei der Ausgleichskasse einreichen. Beide Anträge sollten zum gleichen Zeitpunkt an dieselbe Ausgleichskasse eingereicht werden.

Die Rentenvorausberechnung ist unverbindlich und kann einige Zeit in Anspruch nehmen (ca. drei bis vier Wochen).

Weitere Informationen zur Rentenvorausberechnung finden Sie im Merkblatt Rentenvorausberechnung.

Flexibles Rentenalter (Vorbezug / Aufschub)

Im Rahmen des flexiblen Rentenalters können Sie den Bezug der Altersrente um

  • ein oder zwei ganze Jahre vorziehen (Vorbezug für einzelne Monate ist nicht möglich) oder
  • ein bis höchstens fünf Jahre aufschieben.

Beziehen Sie Ihre Altersrente vor, erhalten Sie für die Dauer des gesamten Rentenbezugs eine gekürzte Altersrente. Schieben Sie Ihre Altersrente auf, erhalten Sie für die Dauer des gesamten Rentenbezugs eine erhöhte Altersrente.

Sind Sie verheiratet, haben Sie unabhängig von Ihrem Ehegatten die Möglichkeit, die Altersrente vorzubeziehen oder aufzuschieben. Es ist somit möglich, dass Sie Ihre Altersrente vorbeziehen und Ihr Ehegatte oder Ihre Ehegattin die Altersrente aufschiebt.

Weitere Informationen über den flexiblen Rentenbezug, wie z.B. über die Höhe der Vorbezugskürzung und des Aufschubszuschlags erfahren Sie unter dem Merkblatt Flexibler Rentenbezug.

Im Erklärvideo erfahren Sie in wenigen Minuten das Wichtigste zum flexiblen Bezug der Altersrente.

Einkommensteilung (Splitting)

Um die Alters- oder Invalidenrente von geschiedenen Personen zu berechnen, werden die Einkommen, welche die Ehegatten während der Ehejahre erzielt haben, geteilt und beiden Ehegatten hälftig angerechnet.

Es werden nur jene Kalenderjahre für die Einkommensteilung (sog. Splitting) berücksichtigt, während welchen beide Ehegatten bei der AHV/IV versichert waren. Erzielte Einkommen im Jahr der Eheschliessung und der Scheidung werden nicht geteilt.

Die Einkommensteilung bei geschiedenen Personen erfolgt nicht automatisch, sondern erst auf Antrag bei der Ausgleichskasse.

Bei Verheirateten erfolgt die Einkommensteilung hingegen automatisch im zweiten Versicherungsfall oder im Todesfall des nicht rentenberechtigten Ehegatten.

Detailliertere Ausführungen hierzu und noch weitere Informationen zum Splitting mit Fallbeispielen finden Sie im Merkblatt Splitting bei Scheidung.

Auszahlung

Die Auszahlungen der 1. und 2. Säule erfolgen vorschüssig jeweils am 2. Arbeitstag des Monats. Die Zahlungstermine finden Sie hier.